Zürichs Strassen werden weiblich.

Am 8. März machen wir uns Frauen* sichtbar. Das, was wir erreichen, bleibt nämlich oft unsichtbar.

In Zürich zeigt sich das gut an den Strassenschildern. Von den 447 Strassen, die nach Prominenten benannt sind, tragen nur 54 weibliche Namen. Viele motivierte Aktivist*innen der Unia Zürich-Schaffhausen haben gestern deswegen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion hunderte Schilder kurzerhand umgewandelt:

So haben wir die Frauen* zum Vorschein gebracht. Die „Josefstrasse“ heisst heute plötzlich „Mariastrasse“, der „Thomasweg“ wird zum „Taminiqueweg“. Vielleicht begegnest du ja irgendwo auf deinem Heimweg auch einem der Schilder...

Auch bleiben die Geschichten von uns Frauen* und das, was wir bei der Arbeit erdulden müssen, oft unsichtbar. Deswegen haben wir überall in der Stadt Schilder verteilt mit den Arbeitsplatz-Geschichten von Frauen*. Dabei sind viele eindrückliche Berichte, die nachdenklich machen.

Nicht zuletzt bleiben unsere Anliegen unsichtbar. Deswegen haben wir heute über Mittag zusammen mit vielen Passant*innen und Aktivist*innen auf der Central-Brücke Postkarten mit unseren Anliegen ausgefüllt. Die haben wir an Ballone gebunden und so losgeschickt.