Marriott - so nicht!

Die Arbeit in der Hotelreinigung ist extrem hart; bis zu 250 Stunden arbeiten pro Monat, fast keine Pausen und der ständige Druck, die Hotelzimmer immer noch schneller zu reinigen. Gemeinsam mit der Unia haben wir einen Report zu diesen untragbaren Arbeitsbedingungen und einen Forderungskatalog verfasst. Das hat einiges verändert.

Immer weniger Zeit, immer weniger Personal

Die Arbeitsbedingungen der Reinigungsangestellten in der Hotelbranche haben sich in den letzten Jahren fundamental verändert. Während wir früher direkt bei den Hotels angestellt waren, wurde unsere Jobs immer mehr an Subunternehmen ausgelagert. Diese Subunternehmen bewerben sich in einem Preiskampf um die Aufträge bei den grossen Hotels. Das führt dazu, dass die Zimmer in immer noch kürzerer Zeit mit immer noch weniger Personal gereinigt werden müssen.

Direktanstellungen machen Sinn

Anständige Reinigungsunternehmen bewerben sich schon längst nicht mehr um Aufträge bei Hotels, weil sie genau wissen, dass sie die Aufträge zu diesen Preisen nicht seriös erledigen können. Unser Bericht mit den Zuständen aus den Hotels der Marriott-Gruppe in Zürich wurde von verschieden Fachpersonen bestätigt, worauf auch der Blick darüber berichtete. Bereits sind erste Reinigungskräfte wieder direkt bei den Hotels angestellt worden. In anderen Hotels führen wir Gespräche mit den Geschäftsleitungen, damit sich auch die Arbeitsbedingungen der ausgelagerten Reinigungsmitarbeiter*innen verbessert.