Auf Augenhöhe mit dem Weltfussballverband

„Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, wenn man sich wehrt. Wir waren bei der Firma SCJ Personal Services angestellt, insgesamt 41 Personen. Anfang 2017 hat man uns gesagt, dass uns allen per Ende Juli 2017 gekündigt wird. Weil die Fifa als unsere einzige Auftraggeberin den Vertrag mit SCJ gekündigt hatte.

Die Fifa wollte dann doch die 19 männlichen Angestellten übernehmen, aber uns Frauen nicht. Das hat uns wütend gemacht. Wir haben uns an die Unia Zürich-Schaffhausen gewendet und sie hat uns geholfen, uns zu wehren. Wir haben alle eine Petition unterschrieben, in der wir der Fifa erklärten, dass wir sehr gerne für sie arbeiten und hoffen, das auch in Zukunft tun zu können. Wir haben auch gesagt, dass wir bereit sind, mit den verantwortlichen Personen zu reden. Wir wollten die gleiche Chance wie die Männer.

Einreichung der Petition

Die Petition haben wir am 7. Juni an die FIFA übergeben. Eigentlich wollten wir die Petition direkt FIFA-Präsident Gianni Infantino übergeben. Aber er lehnte ein Gespräch mit uns ab und verwies uns auf Generalsekretärin Fatma Samoura, die für Personalfragen verantwortlich ist. Frau Samoura sagte uns, dass sie unser Anliegen überprüfen wird.

Die Medien fanden unsere Geschichte sehr interessant. Auf einmal waren da Kameras und wir wurden für Interviews befragt. Wir waren im 20-Minuten und auch das Onlineportal Watson hat über uns berichtet. Das hat sicher geholfen, denn bald darauf kamen die guten Neuigkeiten. Die FIFA sagte, dass sie uns auch anstellen würde.

Ich kann allen Frauen, die in einer solchen Situation sind nur raten: wehrt euch! Es braucht Mut und Engagement, aber gemeinsam ist es möglich, Dinge zu verändern.“ S.P.